Valentinos Blog

«Pame» Projekt Blog Nr. 2                            07/06/17

Dieses Mal will ich mit den schlechten Nachrichten beginnen. Innerhalb von drei Tagen ist mir das Auto sowie mein Handy abgelegen. Zum Glück konnte beides schnell repariert werden, jedoch war dies mit erheblichen Kosten verbunden. Vor allem die Reparatur am Auto war teuer – doch unumgänglich, da das Auto und die damit verbundene Mobilität die unentbehrliche Grundlage für meine Arbeit darstellt.

 Wöchentliches Abholen von Grundnahrungsmittel wie Öl, Zucker, Reis etc. in Alexandria

Wöchentliches Abholen von Grundnahrungsmittel wie Öl, Zucker, Reis etc. in Alexandria

Nun zu den guten Neuigkeiten. Mit Wael ist ein weiterer Freund unserer syrischen Robins Teil des „Pame“ Projektes geworden. Auch er wartet seit Monaten auf eine Aufnahme in ein anderes europäisches Land ohne Anhaltspunkt wann und wo es weitergehen wird... Doch fürs Erste kann er nun im Warehouse arbeiten. Wir haben ihn dafür ebenfalls mit einer Monatskarte für den Öffentlichen Verkehr ausgestattet. Zusätzlich werden wir ab sofort für die monatlichen Handykosten aller Teilnehmer aufkommen. Für geflüchtete Menschen ist mobile Kommunikation enorm wichtig, einerseits können sie so mit ihren Familien und Freunden in Kontakt bleiben, anderseits können sie sich über Asylprozesse und juristische Details informieren.

 Mit Wael sind es nun schon drei Robins die im Warehouse arbeiten können.

Mit Wael sind es nun schon drei Robins die im Warehouse arbeiten können.

Diesen Montag sind wir in den Genuss eines traditionellen Iftars gekommen. Unsere syrischen Teilnehmer des „Pame“ Projekts, haben uns zu sich nach Hause eingeladen um zusammen am Abend das Fasten zu brechen. Für viele meiner Volunteerfreunde war dies das erste Mal überhaupt, dass sie an diesem typischen Brauch teilhaben konnten. Das Essen war natürlich viel zu viel für unsere Bäuche, jedoch äusserst lecker und schmackhaft. Danach haben wir zu süssem Cay bis zu später Stunde Spiele gespielt und uns ausgelassen amüsiert. Abende wie diese sind in meinen Augen wichtig und wünschenswert, sie brechen die monotone Spaltung zwischen „wir“ und „ihr“ auf und lassen uns alle in erster Linie Menschen sein.

 Zu Gast bei unseren syrischen Freunden um gemeinsam das Fasten zu brechen.

Zu Gast bei unseren syrischen Freunden um gemeinsam das Fasten zu brechen.

Aus Thessaloniki,

Valentino